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PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 18/18 | 28. MÄRZ 2018

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NABU: „Daten zur Natur“ sind ein Weckruf 

Tumbrinck: NRW muss den Erhalt der biologischen Vielfalt als besonders dringliche Aufgabe erkennen

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Düsseldorf – Die heute von Umweltministerin Schulze Föcking vorgestellt 10-Jahres-Bilanz „Daten zur Natur“ zeigt, dass die biologische Vielfalt in Nordrhein-Westfalen weiterhin stark gefährdet ist. „Der Bericht ist ein Weckruf von der und an die Landesregierung, denn positive Entwicklungen bei wenigen Flaggschiffarten wie Uhu oder Fischotter könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor 45 % der erfassten Arten in Nordrhein-Westfalen auf der Roten Liste stehen“, erklärte der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck. „Die fortschreitende Zerstörung der Natur und die massive Gefährdung unserer Lebensgrundlagen sollten uns allen die Augen öffnen.

 

Insbesondere im agrarisch genutzten Bereich zeigten sich dramatische Verluste. Das Agrarland umfasst in NRW fast 50% der Fläche. Daher sind die Auswirkungen und die dahinter stehende Problematik bei Feldhamster, Feldlerche, Kiebitz und Co. extrem besorgniserregend. „Die neue Landesregierung muss sich deshalb insbesondere für eine andere EU-Agrarpolitik einsetzen“, so Tumbrinck weiter. Anders gebe es keine Chance, dass Insekten- und Vogelsterben aufzuhalten.

 

Positiv bewertete der NABU, dass mit den aktuellen „Daten zur Natur“ nun umfangreiche Daten vorgelegt worden seien, die dazu dienen sollten, notwendige Maßnahmen präziser zu ergreifen und die Biodiversitätsstrategie zu überarbeiten. Ebenfalls positiv sei aus Sicht des NABU die Zusage des Landes, den Vertragsnaturschutz stärker als bisher zu fördern. „Klar ist aber auch, das Land muss zur Ausweitung des Vertragsnaturschutzes sehr viel mehr Geld in die Hand nehmen als heute“, sagte Tumbrinck.

 

Die Entwicklungen im Wald zeigten, dass NRW mehr Wildnisfläche bräuchte. Hier seien jetzt die Kommunen und die Privatbesitzer gefragt, denn das Land habe auf seinen Flächen die Hausaufgaben bei ca. 10 % stillgelegter Fläche gemacht. Der Bund wolle mit einem neuen Wildnisfonds gerade hier helfen.

 

 

Für Rückfragen:

Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, mobil: 0171 3867379

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Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


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