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Die Schlingnatter- Reptil des Jahres 2013

Portrait Die Schlingnatter ist mit der Ringelnatter die am weitesten verbreitete Schlangenart Deutschlands. Dennoch ist sie vielen Naturinteressierten kaum bekannt und die Wenigsten haben sie bereits zu Gesicht bekommen. Dies liegt in erster Linie an ihrer versteckten Lebensweise, zudem wird die harmlose, ungiftige Art nicht selten mit der ähnlich gezeichneten Kreuzotter verwechselt. Die Schlingnatter gilt in unseren Breiten vor allem aufgrund von Lebensraumverlust als selten und ist in vielen Gebieten bedroht. Deshalb hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde die Schlingnatter zum Reptil des Jahres 2013 gekürt.

Die Schlingnatter ist eine verhältnismäßig kleine, zierliche Schlange. Sie erreicht eine Gesamtlänge von 60 - 75 cm bei einem durchschnittlichen Gewicht von 50 - 60 g. An der Kopfseite zieht sich ein dunkler Augenstreif vom Nasenloch bis zum Hals. Ihre Pupille ist rund.
Die Grundfärbung der Körperoberseite variiert in den verschiedensten Grau- und Brauntönen. Die Unterseite ist meist deutlich grau bis schwarz oder rötlich braun gefärbt und oft leicht marmoriert.
Die Jungtiere ähneln in Zeichnung und Färbung den Alttieren. Lediglich ihre Bauchseite ist meist leuchtend orange- bis karminrot. . Schlingnattern werden mit dem dritten beziehungsweise vierten Lebensjahr geschlechtsreif und können ein maximales Lebensalter von 19 - 20 Jahren erreichen.Schlingnatter adult
Meist Mitte/Ende März bis Anfang April verlässt die Schlingnatter ihr Winterquartier. Die Paarung erfolgt im April und vor allem im Mai. Dabei umkriecht das Männchen das Weibchen, bis beide Körper auf gleicher Höhe nebeneinander liegen. Schlingnattern sind ovovivipar, das heißt, sie gebären vollständig entwickelte Jungtiere. Diese werden nach einer 4–5-monatigen Tragzeit Ende August bis Anfang September geboren und sind sofort selbständig. Die durchschnittliche Wurfgröße liegt bei 6 – 8 Jungtieren, die bei der Geburt um die 15 – 20 cm lang sind. Im Oktober bis Anfang November werden die Winterquartiere aufgesucht. Dies sind frostfreie Verstecke wie Erdlöcher, Kleinsäugerbaue oder auch Felsspalten. Die Winterruhe dauert 4 – 5 Monate.
 
Schlingnattern fressen in erster Linie Eidechsen, Blindschleichen und Kleinsäuger, vereinzelt auch Schlangen, Eidechseneier, Jungvögel und Vogeleier, Amphibien, größere Insekten und Regenwürmer. Größere Beutetiere werden nach dem blitzschnellen Ergreifen mehrfach umschlungen (daher Schlingnatter) und so in ihrer Atmung behindert oder erstickt.
LebensraumDie Schlingnatter besiedelt unterschiedliche Lebensräume, die meist durch offene Bereiche charakterisiert sind. Sie benötigt ausreichende Verstecke, aber auch Besonnungsstellen, die sie zum Wärmetanken nutzt. Anders als andere Reptilienarten, kann man die Schlingnatter auch an bedeckten und kühlen Tagen zu sehen bekommen. Dabei sind Schlingnattern meist sehr ortstreu. Die gleichen Stellen werden immer wieder aufgesucht.
Bei uns im Kreis Düren besiedelt sie Glattnatter, wie die Schlingnatter auch genannt wird, meist Trockenrasen oder Fels- und Schotterflächen (meist in Hanglange) im Rurtal. Dort kann man sie mit etwas Glück noch beobachten. Meist bleibt sie jedoch regungslos an ihrem Versteck liegen und vertraut auf ihre Tarnung, sodass man sie selten entdeckt.
 
Weitere Informationen sowie Infomaterial finden Sie unter www.dght.de  
 

Beim Sonnenbad

Jungtier
 

 

 

 

 

 

 

 


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