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Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) ist Vogel des Jahres 2011

Nach dem Kormoran als Vogel des Jahres 2010 haben der NABU und der LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) den Gartenrotschwanz Männchen am Nistkastenzum Vogel des Jahres 2011 gewählt.

Vogel des Jahres
Ziel der „Vogel des Jahres“-Aktion ist immer, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Gefährdung heimischer Vogelarten zu lenken, die besonderen Schutz benötigen. Der früher in vielen Gärten häufige Gartenrotschwanz ist heute in Deutschland vielerorts sehr selten geworden. Besonders seit den 1980er Jahren konnte man starke Bestandseinbußen feststellen, sodass der Besuch eines Gartenrotschwanzes im eigenen Garten schon eine kleine Sensation ist. Schuld am Rückgang hat besonders die zunehmende Lebensraumzerstörung in seinen Brutgebieten, die Veränderungen in den afrikanischen Überwinterungsgebieten, vor allem die Pestizidbelastung.
 
Aussehen und Merkmale
Das Männchen des Gartenrotschwanzes zählt mit seinem auffallenden Federkleid zu den buntesten Vögeln Deutschlands. Sein Gesicht und die Kehle sind schwarz gefärbt, seine Stirn ist weiß. Der Nacken sowie der Rücken sind schiefergrau. Doch besonders die Färbung der Brust lässt den Gartenrotschwanz in einem tollen Kontrast zu den übrigen Farben erstrahlen. Das Weibchen ist unscheinbarer gefärbt. Die Oberseite ist bräunlich und geht fließend in die rostroten Oberschwanzdecken über, der Schwanz ist wie beim Männchen rostrot. Die Unterseite ist heller beige mit einer orange überhauchten Brust, die sich deutlich von dunkleren Kinn und den Halsseiten absetzt.
WeibchenDas Verbreitungsgebiet des Gartenrotschwanzes erstreckt sich größtenteils über Europa, wobei die Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland und in Frankreich liegen. Dort, wo man ihn noch findet, ist der Gartenrotschwanz als Halbhöhlen- und Höhlenbrüter auf alte Baumbestände angewiesen. Er lebt meist in lichten und trockenen Laubwäldern oder an Waldrändern. Auffällig ist sein häufiges Vorkommen in Siedlungsnähe. Dort bewohnt der Gartenrotschwanz alte Gärten, Parks oder Obstwiesen.
 
Verhalten
Gut beobachten kann man den Hausrotschwanz auf seinen Ansitzwarten, auf denen er nach Nahrung Ausschau hält. Dabei zittert oft sein Schwanz in Erregung. Ist die mögliche Beute erblickt, fliegt er schnell zu Boden und fängt sie geschickt. Manchmal erbeutet er seine Nahrung auch im Flug. Die Hauptnahrung des Gartenrotschwanzes setzt sich aus kleineren Insekten wie Fliegen und Käfern zusammen.
Ab Ende April sucht der Gartenrotschwanz nach geeigneten Nistplätzen. Sein Nest errichtet er in Baumhöhlen, Fels- oder Mauerspalten, Mauersimsen und auch relativ häufig in Nistkästen. In das locker gebaute Nest legt das Weibchen ab Mitte Mai sechs bis sieben Eier, die zwei Wochen bebrütet werden, bis die Jungen schlüpfen. Nach weiteren zwei Wochen sind die kleinen Gartenrotschwänze flügge und verlassen das Nest, werden aber noch einige Tage von den Eltern gefüttert.Portrait
 
Nisthilfen
Auch Sie können dem Gartenrotschwanz helfen, indem Sie Halbhöhlen- oder Höhlennistkästen in zwei bis fünf Meter Höhe in Ihren Garten aufhängen. Mit etwas Glück kommen Sie dann auch in den Genuss, einen der farbenprächtigsten und schönsten Singvögel Deutschlands in Ihrem Garten zu Besuch zu haben und ihm ein Zuhause zu bieten.
 

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