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Der Luchs (Lynx lynx) ist Wildtier des Jahres 2011

Der Jäger auf leisen Sohlen ist wieder zunehmend in den deutschen Wäldern zu finden. Die Rede ist vom Europäischen Luchs. Diese größte Im Schnee...Katzenart Europas wurde von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Tier des Jahres 2011 gewählt. Nach dem Bär und dem Wolf stellt der Luchs das drittgrößte Raubtier Europas dar.

Nach der starken Verfolgung der Luchse, die zur Ausrottung in Westeuropa führte, wanderten wieder einzelne Tiere ab 1950 ein. Zusätzlich wurden durch Artenschutzprojekte in den passenden Waldgebieten Luchse angesiedelt.

Aussehen
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge zwischen 80 und 120 Zentimeter und einer Schulterhöhe von 50 bis 70 Zentimeter ist der Luchs die größte Katze Europas. Ein interessantes Merkmal sind seine kurzen Vorderbeine. Diese sind bis zu 20% kürzer als seine Hinterbeine. Wer schon einmal einen Luchs gesehen hat, dem sind mit Sicherheit seine großen Pranken aufgefallen. Diese nutzen ihm im Winter, da er dadurch nicht so tief in den Schnee einsinkt. Das Gewicht des Luchses liegt im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Kg, wobei das Weibchen stets leichter als das Männchen ist.
PortraitWeitere wichtige Merkmale der großen Katze sind der kurze Schwanz, der breite Kopf sowie seine Pinselohren. Auch der weiße Backenbart verleiht dem Luchs sein typisches Aussehen. Das gelblichbraune bis graubraune Fell des Luchses kann während des Sommers und des Winters seine Farbe leicht verändern. Sehr unterschiedlich fällt meist die Fleckung des Fells aus. Manche Tiere können komplett ungefleckt sein.
 
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Luchses erstreckt sich über Europa bis weit nach Asien. Im Norden erreicht seine Verbreitungsgrenze sogar den Polarkreis. Dies zeichnet den Luchs aus, denn keine andere Katzenart dringt so weit in den Norden vor. Durch die starke Verfolgung im 19 Jahrhundert war der Luchs zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Westeuropa fast gänzlich verschwunden. Doch ab 1960 wurden wieder vermehrt Luchse angesiedelt, besonders in der Schweiz. In Deutschland besiedelten wieder die ersten Luchse den Bayrischen Wald. In den 1950er Jahren wanderten sie aus Tschechien in das große Waldgebiet ein. Neben dem Bayrischen Wald leben heute wieder Luchse in der Sächsischen Schweiz, im Pfälzerwald, im Fichtelgebirge, im Spessart, im Harz und vielleicht auch bald in der Eifel. Sichtungen von Luchsen wurden auch schon in anderen Gebieten gemacht, aber es ist noch unklar, ob sie sich dort halten können.Luchse sind gute Kletterer
Der Lebensraum des Luchses ist durch großflächige Waldgebiete mit dichtem Unterholz gekennzeichnet. Er braucht Lichtungen, Altholzbereiche, felsige Hänge sowie morastige Bereiche, damit er sich wohl fühlt. Da er ein sehr scheuer Waldbewohner ist, benötigt er genügend Deckungsmöglichkeiten. Dabei werden vom Luchs Reviergrößen von bis zu 250 Quadratkilometern in Anspruch genommen. In der Dämmerung und Nacht geht er auf die Jagd nach passenden Beutetieren. Je nach Region fängt er Hasen, Marder, Rehe, Rothirschkälber, Gemsen, Wildschweine, aber auch Vögel.
 
Fortpflanzung
Die sonst einzelgängerisch lebenden Luchse finden sich zwischen März und April paarweise zusammen. In dieser Zeit wird das Revier mit besonders stark riechendem Urin markiert. Nach der Paarung werden nach gut 10 Wochen die zwei bis sechs Jungen in dem Versteck des Weibchens geboren. Dies befindet sich meist in einer Höhle oder unter einem Wurzelteller. Die bereits behaarten Jungtiere wiegen bei der Geburt bis zu 300 Gramm und öffnen die Augen nach gut zwei Wochen. Mit vier Wochen beginnen sie Fleisch zu fressen, obwohl sie auch noch bis zum fünften Lebensmonat von der Mutter gesäugt werden. Erst im darauffolgenden Frühjahr verlassen sie ihre Mutter und gründen eigene Reviere. Besonders im ersten Jahr ist die Jungensterblichkeit durch Gefahren wie Fressfeinde, Krankheiten oder den Menschen sehr hoch. Haben die Jungluchse die ersten Jahre überstanden, können sie bis zu 25 Jahre alt werden.
Gähnender LuchsLuchs bei der Jagd

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