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Spätwinterlicher Zugstau sorgt für viele Vögel in der Zülpicher Börde

 
Wer regelmäßig in den Agrarlandschaften im Großraum Zülpich-Jülich unterwegs ist, dem sind sie möglicherweise aufgefallen: große Gruppen und Schwärme von verschiedener Vögel, die über der Börde fliegen oder in Scharen in den Äckern sitzen. Die ungewöhnlichen Ansammlungen sind Folge des außergewöhnlich langen und kalten Winters, der den Fahrplan des Vogelzugs inzwischen durcheinanderbringt. 
„Uns mag der nicht enden wollende Winter zunehmend auf die Nerven gehen“ sagt Simone Bergheim, Pressesprecherin des Netzwerks Lebendige Börde. „Für die Vögel geht es dagegen um deutlich essentiellere Angelegenheiten.“
Zum einen sind da die „Zurückgebliebenen“ und „Zugezogenen“, die Vögel, die im Winter nicht in mildere Gefilde wegziehen oder die aus weiter nördlichen Gefilden zum Überwintern in die Börde kommen. „Für die Standvögel und Wintergäste geht es durch den nicht enden wollenden Winter allmählich an die Substanz, denn eigentlich wäre jetzt die härteste Zeit längst vorbei“ meint Simone Bergheim. „Doch sterben gerade in den letzten Wochen immer mehr der zahllosen in der Zülpicher Börde überwinternden Mäusebussarde, für die die Zülpicher Börde eines der bedeutendsten Überwinterungsgebiete ist, an Unterernährung und Erschöpfung.“Kiebitz
 
Die großen Schwärme an Kiebitzen und anderen typischen Ackervögeln sind jedoch eine Folge des sogenannten Zugstaues. Sie kommen aus den Winterquartieren in Frankreich hier vorbei und da es Richtung Norden und Osten immer kälter wird, warten diese Vögel auf besseres Wetter. So kommen nach und nach immer mehr Vögel in der Börde zusammen.
 
„Die vielen Vögel, die aktuell in der Börde zu sehen sind, geben uns eine Ahnung, was noch vor 20 oder 30 Jahren an Brutvögeln in der Agrarlandschaft unterwegs war“ meint der Ornithologe Alexander Heyd Netzwerks Lebendige Börde. „Denn ursprünglich waren Kiebitz, Feldlerche und Co. überall in den Äckern häufig. Inzwischen sind diese Vögel erschreckend zurückgegangen und nur wenige werden zum Brüten bleiben.“
 
Mit dem inzwischen angekündigten Frühlingseinzug werden die Schwärme weiter ziehen und dann hoffentlich noch rechtzeitig in ihren nördlichen Brutgebieten eintreffen.

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